Château Giscours

Hersteller: Château Giscours
Ort: Labarde
Land - Gebiet: Frankreich - Bordeaux, Margaux
Adresse: Château Giscours, 10 Route de Giscours, 33460 Labarde

Château Giscours ist mit 400 Hektar eines der flächenmäßig größeren Weingüter des Bordelais, davon sind aktuell 96 Hektar mit Reben bestockt. Die Pflanzdichte ist mit 10.000 Stöcken/Hektar ungewöhnlich dicht, 33% der Reben sind älter als 25 Jahre.

Die Lese erfolgt in reiner Handarbeit, die entrappten Trauben werden in Zement- und Edelstahltanks auf der Maische vergoren. Mithilfe einer Kühlanlage wird die Gärtemperatur geregelt, damit die Maische sich nicht zu stark erhitzt und es zu keinen Aromaverlusten kommt.

Der Wein reift komplett in Barriquefässern aus französischer Eiche, die Hälfte der Fässer mit mittlerem Toasting und betont feinporiger Struktur wird jährlich erneuert. Vierteljährlich werden die Weine abgestochen und in vorher gereinigte Fässer umgefüllt. Vor der Füllung im Sommer wird der Wein mit Eiweiß geschönt, aber nicht filtriert. Der Erstwein besteht zu 71% aus Cabernet Sauvignon und 29% Merlot. La Sirène de Giscous heißt der Zweitwein. 

Die Geschichte von Giscours ist wechselhaft und reicht bis in das 14. Jahrhundert zurück. In den 1990er Jahre kaufte es der Niederländer Eric Albada-Jelgersma, ihm gehört auch Château du Tertre, Château Giscours. Richtig glücklich war er damit in den ersten Jahren nicht, weil die Voreigentümer, die Familie Tari, ihm angeblich nur Reben und die Kellerei, nicht aber das Weingut verkauft haben will. Es kam wie es kommen mußte, man ging vor Gericht und im Verlauf der diversen Prozesse wurde für klare Verhältnisse gesorgt.

1998 wurde Giscours noch ein wenig bekannter, weil bei den Jahrgängen 1995 und 1996 mehr Zucker als erlaubt in den Most gekommen sein soll. Dazu kam der Vorwurf, verbotenerweise preiswerte Eichenholzchips anstelle teurer Barriquefässer für den Zweitwein verwendet zu haben. Giscours hatte danach große Probleme mit der Reputation, in deren Folge wurde die Mannschaft des Château nahezu komplett ausgetauscht, inklusives dem Önologen Jean-Michel Ferrandez. Sie hatte wohl ohne das Einverständnis von Albada-Jelgerma gehandelt.

Lagen

Schwemmlandböden der Garonne mit Sand eiszeitlichen Ursprungs.

Bewirtschaftung

Konventionell

Sorten

60 % Cabernet Sauvignon, 32 % Merlot, 5 % Cabernet Franc und 3% Petit Verdot

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