Giuseppe Rinaldi

Giuseppe Rinaldi
Hersteller: Rinaldi Giuseppe
Land - Gebiet: Italien - Piemont
Adresse: Via Monforte, 2, 12060 Barolo CN, Italien

Das Weingut Giuseppe Rinaldi zählt zu den angesehensten Erzeugern des Piemonts. Nicht nur die Barolo genießen Weltruf und sind nur in winzigen Mengen verfügbar, selbst eher populäre Rebsortenweine wie Langhe Nebbiolo, Barbera und Dolcetto sind extrem gefragt und entsprechend rar.

1920 kaufte Giuseppe (I.) Rinaldi das Weingut. Dazu gehörten Parzellen in den damals wie heute besten Parzellen. Der Familie gehörte bereits ab 1870 eine eigene Kellerei, aber das war Giuseppe offensichtlich nicht anspruchsvoll genug.

Battista Rinaldi übernahm nach seinem Vater das Weingut. Er war einer der ersten Absolventen der renommierten Weinbaufachschule in Alba und von 1970 bis 1975 auch Bürgermeister von Barolo. Er rief die Enoteca Regionale di Barolo ins Leben und war zugleich deren erster Präsident. 1992 übernahm Enkel Giuseppe (II.) Rinaldi das Weingut und hängte seinen Beruf als Tierarzt an den Nagel. An der stilistischen Ausrichtung der Weine veränderte sich nichts, auch weiterhin blieb man der naturnahen Bewirtschaftung der Reben und traditionellen Weinbereitung treu.

Guiseppe Rinaldi verstarb am 2. September 2018 nach schwerer Krankheit. Über 500 Trauergäste, darunter alle bedeutenden Barolowinzer, erwiesen im bei der Trauerfeier auf dem Weingut die letzte Ehre.

„Beppe“ Rinaldi blieb seinem eleganten und traditionellen Stil immer treu. Lange Maischestandzeiten und der Ausbau der Weine in Fässern aus slowenischer Eiche ermöglichten diesen Stil. Schnell trinkbaren Barolo stand er stets skeptisch gegenüber. Seine Töchter Marta und Carlotta Rinaldi führen die Arbeit weiter, der Weinstil soll unverändert bleiben.

Die Vinifizierung verläuft nach wie vor sehr klassisch mit zum Teil recht langen Maischestandzeiten. Französische Barriques und kürzere Mazerationszeiten bei der Rotweinbereitung werden nicht eingesetzt, die Reifezeiten bei den Weinen sind daher zum Teil sehr lang.

Beim Thema Barolo war Guiseppe Rinaldi der Meinung, daß die Weine immer eine Cuvée aus verschiedenen Lagen waren und dies auch so bleiben sollte. Die aus seiner Sicht neumodische Lagenfixierung hielt er für einen Fehler und bis vor wenigen Jahren wurden die Lagen der verwendeten Trauben bei den Barolo auf dem Etikett aufgeführt. Es gab je einen Barolo aus den Lagen Brunate und Le Coste sowie einen aus Cannubi und Ravera.

2009 gab es eine Änderung in der italienischen Gesetzgebung. Seitdem darf nur noch eine Lage genannt werden, die auch zu mindestens 85% die Trauben lieferte. Rinaldi lief dagegen Sturm, aber es brachte nichts. Seit dem Jahrgang 2010 gibt es daher bei Rinaldi neue Bezeichnungen für die Barolo. Zum einen den Barolo Brunate, der einen 15% Anteil Le Coste enhält und den Barolo Tre Tine, für den Trauben aus Le Coste, Cannubi und Ravera verwendet werden.

Lagen

Barolo Brunate

Barolo Le Coste

Barolo Cannubi

Barolo Ravera

Bewirtschaftung

naturnah

Sorten

Nebbiolo

Barbera d'Alba

Dolcetto d'Alba

Freisa

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