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Le Clos du Caillou, Bioweingut

Le-Clos-Du-Caillou
Le Clos du Caillou Logo in Weiß - Vorderansicht
Hersteller: Les Clos du Caillou
Ort: Courthezon
Land - Gebiet: Frankreich - südliche Rhône
Adresse: Le Clos du Caillou, Earl Pouizin-Vacheron, 84350 Courthezon

„Clos du Caillou, vigneron phare sur le Millésime 2019 dans toute la Vallée du Rhône Sud!“ schrieb das Magazin Decanter im Jahr 2021. 
Für den Wine Advocate steht fest, daß „This estate, with its numerous excellent bottlings, is on a serious roll. Its top Côtes du Rhône efforts are capable of besting some others' Châteauneufs, at a fraction of the price …“ Einige Jahre vorher schrieb Robert Parker: „Always one of my most-anticipated visits, Le Clos du Caillou continues to craft some of the finest, most consistent Châteauneuf year after year.“

Als 1895 der Grundstein für das Gut gelegt wurde dachte der Erbauer weniger an den Weinbau, sondern vielmehr an die Jagd. Reben gab es kaum, dafür bedeckte wildreicher Wald das Umland.
In den 1930er Jahren begannen die Vorarbeiten für die Gründung der Appellation Châteauneuf-du-Pape und Vertreter der Verwaltung kamen auch zum Clos du Caillou. Der Empfang durch den damaligen Wildhüter war nicht besonders herzlich, ganz im Gegenteil, er verjagte den Besuch mit vorgehaltener Flinte.
„Rache ist süß“ mag man von Seiten der AOC Verwaltung gedacht haben. Bei der Klassifizierung im Jahr 1936 tauchten viele Güter im Register von Châteauneut-du-Pape auf, nur eines fehlte: Das heutige Weingut Clos du Caillou. Die Grenze macht einen auffällig deutlichen Bogen um das heutige Weingut. Aber immerhin wurden seinerzeit die verbliebenen Parzellen als mögliche Côtes du Rhône klassifiziert.

1955 kaufte der Winzer Paul Pouizin aus Visan das Gut und überließ es seinem damals 20-jährigen Sohn Claude. Zu diesem Zeitpunkt war der größte Teil des Anwesens immer noch mit Wald bedeckt. Claude begann zusammen mit seiner Frau Colette den Wald in Teilen zu roden, um Reben zu pflanzen. Damals wie heute eine sehr anstrengende Arbeit, die nur mit Unterstützung von schwerem technischen Gerät möglich ist. Durch Zukäufe gelangten nach und nach Parzellen in der AOC Châteauneuf-du-Pape in den Besitz, immerhin 9 Hektar ergänzt von 45 Hektar in der AOC Côtes-du-Rhône. 1970 gab es die ersten Flaschen Clos du Caillou und Colette begann den Wein zu verkaufen. Am liebsten natürlich direkt im Keller auf dem Weingut. Erst 1980 gingen die ersten Flaschen in den Export nach Belgien und in die USA.

Mit einem Alter von etwas über 60 Jahren kamen Claude und Colette die Idee, das Weingut an die nächste Generation zu übergeben. Ihre jüngste Tochter Sylvie soll die Arbeit fortsetzen, sie lebte damals mit ihrem Mann Jean-Denis Vacheron in Sancerre an der Loire. Wer Sancerre kennt lernt die Domaine Vacheron automatisch kennen, es gehört zu den besten Weingütern der Loire. Das Paar nahm das Angebot 1996 an und zog mit den beiden Kindern an die Rhône. Mit einer sehr genauen Vorstellung davon, wohin sich das Weingut und die Weine in Zukunft entwickeln sollen. Weine voller Finesse und Eleganz im burgundischen Stil sollen es werden, naturnah angebaut nach den Ideen von Rudolf Steiner.

Die Weine gewannen in den folgenden Jahren deutlich an Qualität. Der Plan von Sylvie und Jean-Denis ging auf, binnen kurzer Zeit zählte Clos du Caillou zu den besten Weingütern der unteren Rhône. Mit dem Jahrgang 2001 gelingt Jean-Denis ein Husarenstück: 100 Punkte für den Châteauneuf-du-Pape 'La Réserve'!
Leider war es sein letzter Wein, er starb wenig später bei einem Autounfall.

Im Jahr 2002 wurde Bruno Gaspar als Produktionsleiter eingestellt und stand direkt vor einer schwierigen Aufgabe: Dem Jahrgang 2002. Dieses Jahr ging als eines der schwierigsten an der südlichen Rhône in die Analen ein. Späte Blüte, Frost und Hagel im Frühjahr, dazu im September sintflutartige Regenfälle mit massiven Überschwemmungen und darauf folgend ein extremer Fäulnisdruck. Alles zusammen führte zu einer dramatischen Reduzierung der Erntemenge bis zu 50%. Nur wenige Weingüter konnten mit dem Jahrgang zufrieden sein. In den folgenden Jahren war das Wetter gnädiger und die Qualität konnte wieder von Jahr zu Jahr gesteigert werden. Sie hat mittlerweile ein konstant hohes Niveau erreicht, das Weingut zählt zu den Topbetrieben der Rhône.

Die vierte Generation hat seit einigen Jahren weitgehend das Weingutes übernommen.Die Geschwister Marilou und Axel sind mit Wein groß geworden, schlugen aber unterschiedliche Wege bei der Ausbildung ein.
Marilou kehrte 2016, nach Handels- und Managementstudium bei Lille und Praktika in verschiedenen Unternehmen, zum Weingut zurück. Sie kümmert sich zusammen mit dem Team um die Zukunftsstrategie von Clos du Caillou und betreut den Export.
Axel ist Weinbauingenieur und Önologe, sein Studium absolvierte er an der sehr renommierten Hochschule für Weinbau und Önologie im schweizerischen Changins. Er arbeitete auf Clos du Caillou mit dem berühmten und leider früh im Dezember 2021 verstorbenen Starönologen Philippe Cambie zusammen.

Die Reben auf Clos du Caillou sind im Schnitt 60 Jahre alt und stehen auf mageren Sandböden, die von großen Kieselsteinen (Caillou) abgedeckt werden. Sie speichern die Hitze des Tages und geben sie in den Abend- und Nachtstunden an die Reben ab. Ergänzt durch den trocknenden Mistral und das milde Klima herrschen ideale Bedingungen für den Weinbau. 
Bereits seit den 1950er Jahren wird auf Clos du Caillou umweltschonend gearbeitet. Gedüngt wird seitdem zu Beginn des Frühlings mit Biokompost aus Kuhmist und gegen Unkräuter wird zwischen den Rebzeilen gepflügt. Später kam der Einsatz von gemahlenem Kuhhorn, Kräutertees und Kieselsäure dazu. Seit vielen Jahren wird nach den Regeln des biodynamischen Weinbaus gearbeitet. Ab dem Jahr 2007 erfolgte die Umstellung auf biologischen Weinbau, mit dem Jahrgang 2010 kam der erste offizielle Biojahrgang auf den Markt.

Was zeichnet die Weine von Clos du Caillou aus? Es sind die perfekte, seidige Struktur, die intensive Farbe, die ausladende, in jungen Jahren sehr duftige Frucht und die Komplexität der Aromen. Bereits die Basis begeistert, stehen doch viele Reben auf dem Gelände, aus dem einmal Châteauneuf-du-Pape hätte werden können. Wenn da nicht der Herr mit der Flinte gewesen wäre…

Kommentare des Weingutes zum Jahrgang 2023:
One word from Bruno Gaspard about these first days of Harvests: „The two light rains from 28th of July and 27th of August brought freshness. These rains permit us to start the Harvests with our whites grapes from the 22nd August with our Viogniers. We are very happy with the first grapes, showing a perfect balance between richness, fruit and freshness. Main of our Whites are already in fermentation, as with our Syrah in Côtes-du-Rhône and Châteauneuf-du-Pape. The good weather allow us to wait more time before starting to harvest our Grenache and Mourvèdre, that we should start to harvest from 11th September. 2023 seems already to be a balanced and generous vintage!“

One word from Axel Vacheron about this Vintage: „The first white juices are very promising and seem to announce a very good vintage. Until now, we have not really suffered of too hot temperatures. The flower period during spring happened in good conditions, followed by lights rains and a temperated summer. As always, September month will be determinant. All the team is full of hope to produce this year a very great vintage!“

Der Jahrgang 2024: 
Der Start in den Jahrgang 2024 konnte kaum besser sein. Intensive Regenfälle füllten die Wasserreserven in den Böden auf ein zufriedenstellendes Niveau. Das Frühjahr blieb wechselhaft mit regelmäßigen Niederschlägen, sorgte jedoch nach Abschluß der Rebblüte für einen intensiven Arbeitseinsatz in den Reben, um sich ausbreitende Krankheiten unter Kontrolle zu halten.

Die Sommermonate mit gemäßigten Temperaturen schützten die Reben vor Hitzestreß und ermöglichten eine langsame Reifung der Trauben.
Die Lese begann für Weißwein Ende August und zog sich über mehrere Wochen, sie mußte wegen Regenfällen immer wieder unterbrochen werden, damit die Trauben abtrocknen konnten.
Die Erträge lagen leider aufgrund des deutlichen Fäulnisdrucks unter den langjährigen Durchschnittswerten.
Dennoch ist die Qualität sehr gut, Kennzeichen des Jahrgang 2024 sind die große Harmonie gepaart mit konzentrierter Frucht, den seidigen Gerbstoffen und moderaten Alkoholwerte.

Der Jahrgang 2024 erinnert mit seiner Stilistik und dem Reifepotential an Weine aus guten Jahrgängen der 1990er Jahre.

Biologisch, Zertifizierung nach EU-Bioverordnung

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