Weingut Philipp Kuhn

Weingut Philipp Kuhn
Hersteller: Weingut Philipp Kuhn
Ort: Laumersheim/Pfalz
Land - Gebiet: Deutschland - Pfalz
Adresse: Weingut Philipp Kuhn, Großkarlbacher Str. 20, 67229 Laumersheim/Pfalz

Die Rebflächen von Philipp Kuhn befinden sich überwiegend in Laumersheim und den umliegenden Dörfern Großkarlbach und Dirmstein. In seiner Lagenkatalogisierung bescheinigte schon der Weinfachmann Johann Philipp Bronner im 18. Jahrhundert dieser Region sehr gute weinbauliche Bedingungen.
In Lagenkarten aus dem Jahr 1837 tauchen Gewannenamen, die noch heute für die besten Weine stehen. Während im Zuge der Globalisierung die Herkunft der Lebensmittel immer unübersichtlicher wird, können Kuhns von alters her den Ursprung ihrer Weine auf den Quadratmeter genau dokumentieren.

Der uralte, harte Kalkstein im Untergrund prägt nicht nur das Gesicht der Nordpfalz, sondern auch ganz entscheidend den Charakter der Weine. Philipp Kuhn beackert gesuchte und bekannte Lagen wie den Laumersheimer „Kirschgarten“ und „Steinbuckel“, den „Burgweg“ in Großkarlbach und die Kallstadter Lagen „Saumagen“ und „Steinacker“. Auch im begehrten „Schwarzen Herrgott“ in der Gemeinde Zellertal wachsen die Trauben für Kuhns Weine. Diese Lagen und der Name Philipp Kuhn stehen für hochwertigste trockene Rieslinge und Burgunder.

Philipp Kuhns Familie ist seit dem 17. Jahrhundert in Laumersheim ansässig. Seit 1992 ist Philipp Kuhn Junior, damals gerade einmal zwanzig Jahre jung, für den Weinbau und die Kellerwirtschaft verantwortlich. „Man muß seine Weinberge erst begreifen, um gute Weine zu machen" sagte Philipp Kuhn einmal über seine Arbeitsweise und dennoch gelang es ihm fast vom Start weg, großartige Kollektionen zu erzeugen. Bei allen Rebpflanzungen der letzten 30 Jahre war er dabei, lediglich die alten Rieslinganlagen wurden vor seiner Zeit im Jahr 1962 gesetzt.

Gab es in frühen Jahren eine sehr präzise Aufteilung der Rebfläche für weiße und rote Rebsorten, hat sich der Fokus zugunsten der weißen Sorten verändert. Aus 50% wurden etwa 60% Anteil, mit einher ging die Vergrößerung der Rebfläche auf 35 Hektar (Stand 2020). Neben den Klassikern gibt es unter anderem auch Viognier, Sauvignon Blanc, Cabernet Franc und Merlot. Die ursprünglich in südlichen Gefilden beheimateten Rebsorten fühlen sich seit Jahren in der Pfalz pudelwohl.

Der Weinstil von Philipp Kuhn hat sich in den vergangenen 30 Jahren etwas geändert. In den ersten Jahren sorgte er mit sehr kraftvollen Weinen für Aufsehen. Der Stil ist heute geschliffener, feiner und harmonischer, ohne daß die Weine deshalb an Kraft verloren haben. Unverändert ist die bevorzugte Geschmacksrichtung, trocken ausgebaute Weine dominieren das Programm, lediglich in Ausnahmejahrgängen werden edelsüße Spitzen erzeugt. Gelesen wird stets von Hand, je nach Parzelle in mehreren Durchgängen, alle Trauben werden danach entrappt.

Die weißen Trauben werden nach einer variablen Maischestandzeit sanft pneumatisch gepreßt, die Gärung erfolgt nach Möglichkeit spontan, selten mit Reinzuchthefen. Auf den Einsatz von Pumpen für die Bewegung von Most und Wein wird weitgehend verzichtet. Der anschließende Ausbau der Weine erfolgt im überwiegend in Edelstahltanks, einzelne Partien oder Rebsorten in älteren, großen Holzfässern.

Rotwein werden klassisch auf der Maische vergoren, zum Teil dauert es mehrere Wochen bis die Gärung abgeschlossen ist. Alle Rotweine reifen 16 bis 20 Monate im großen Holzfaß, jungen oder gebrauchten Barriquefässern. Auch die Rotweintrauben werden komplett entrappt und nach Möglichkeit spontan vergoren.

Stephan Reinhardt zählt das Weingut zu den besten Erzeugern von Riesling vom Kalkstein: „I was impressed by Philipp Kuhn's 2018s Rieslings, but here comes the 2019 vintage and it seems to be at least as much if not even more exciting. I probably didn't taste any better wines here so far than the two Riesling GGs from the Zellertal as well as the Kirschgarten GG and the Saumagen GG. Together with Knipser, Koehler-Ruprecht, Rings, Rebholz, Friedrich Becker, BattenfeldSpanier, Wittmann and Keller, Philipp Kuhn is arguably the most exciting producer of great Rieslings from limestone terroirs in Germany. The 2019s shouldn't be missed here.“ August 2020

Auszeichnungen

Eichelmann 2016, 2017, 2018, 2019, 2020: 4,5 Sterne, hervorragender Erzeuger mit Potential zur Weltklasse
Gault Millau 2016, 2017, 2018, 2019, 2020: 4 Trauben
Falstaff Weinguide 2020: 4 Sterne
WeinGuide Deutschland 2011 "Aufsteiger des Jahres": Schon seit einiger Zeit reihe er einen großartigen Jahrgang an den nächsten"begründete Chefredakteur Joel Payne die Auszeichnung für Philipp Kuhn. 
WeinGuide Deutschland 2009 Auszeichnung mit 3 Trauben: "Was Philipp Kuhn uns aus 2004 und an Rotweinen aus 2003 aufgetischt hatte, brachte ihm die dritte Traube. Mit dem Jahrgang 2007 gehört der engagierte und begabte Kellermeister zur Spitze in der Pfalz. Uns gefallen die klaren, oft auch feinmineralischen Weißen schon seit längerem. Mittlerweile gehört Kuhn auch mit den Roten zur Spitzengruppe der Pfalz. In der neuen Kollektion fanden wir kaum einen schwachen Wein, dafür vom brillanten Sauvignon Blanc über mineralisch- klare Rieslinge bis zu den hervoragenden Roten eine großartige Ansammlung von Spitzenweinen - zweifellos eine der besten Kollektionen der Pfalz!"

Lagen

Rebfläche 35 Hektar.

  • Kirschgarten in Laumersheim
  • Steinbuckel in Laumersheim
  • Kapellenberg in Laumersheim
  • Burgweg in Großkarlbach
  • Mandelberg in Dirmstein
  • Saumagen in Kallstadt
  • Steinacker in Kallstadt
  • Schwarzer Herrgott in Zell

 

Kirschgarten: Die älteste und berühmteste Weinbergslage in Laumersheim. Ein Abzweig des weltbekannten Klosters zu Lorsch, genannt "Zum Kirschgarten", hatte in Laumersheim Weinbergsbesitz. Die örtlichen Weinbauern, die das Land im Frondienst beackerten, prägten daher den Namen "Kirschgarten" für diesen Teil der Gemarkung.
Unterschiedlich hoch aufgewehter eiszeitlicher Löß auf einem massiven Kalksteinfels. Exponierte Südhanglage, 120 m hoch, mit feinem Kalksteingries im Oberboden. In manchen Abschnitten findet sich extrem kalkreicher Mergelboden mit Schwarzerdeanteilen. Der Kirschgarten ist in der Nordpfalz eine der Spitzenlagen für große Burgunder und Rieslinge.

Laumersheimer Steinbuckel: Laut Johann Philipp Bronner, einem Weinfachmann aus dem 18. Jh., eine der exponiertesten Weinlagen im Leininger Land. Besonders auffällig sind die markanten Bodenstrukturen. Kalkreicher, stark mit Kalkstein durchsetzter Mergelboden. Der „Steinbuckel“ ist der 150 m hohe Südhang eines Talkessels. Etwas kühlere Winde aus dem nicht weit entfernten Leininger Tal lassen die Trauben langsamer reifen und die charaktervollen Böden geben ihnen die typische Würze. "Steinbuckel"-Weine sind unter unseren Großen Gewächsen die langlebigsten Weine.

Großkarlbacher Burgweg (Im Großen Garten): Dieser Rebenhang liegt direkt an einem noch intakten Urstromtal. Heute fließt hier der Eckbach, der über Jahrtausende auf das Kalksteinfels diverses Sediment aufgetragen hat, an einigen Stellen mehr, an anderen weniger. So kommt es vor, daß sich hier Kiesel, Sand, Löß und weicher, fast kreideähnlicher Kalkstein abwechseln oder übereinander schichten. An anderen Stellen tritt massiver fester Kalkstein hervor. Diese tollen Bodenstrukturen werden ergänzt durch eine optimale Südausrichtung und die windgeschützte Lage dieses Rebenhangs. Unter diesen, in jeder Hinsicht idealen Umständen kommen nur zwei Rebsorten für den Anbau in Frage: Riesling und Spätburgunder.

Vom Kalksteinfels: Laumersheim liegt am südöstlichen Fuß des knapp 200 m hohen "Orlenberg". Dieser mit Reben überzogene Berg ist eine vor Jahrmillionen aus der Absenkung des Rheingrabens entstandene Kalksteinblase, die wie ein Monolith vor dem Pfälzer Wald aus der Rheinebene herausragt. Diesem inselähnlichen Zustand verdanken die Laumersheimer Weinberge ihren außergewöhnlichen klimatischen und geologischen Charakter.
Schroffe Kalksteinfelsen und ein besonderes Mikroklima prägen die Rebhänge. Die Laumersheimer Ortsweine mit der Bezeichnung "Vom Kalksteinfels", wachsen unter diesen Bedingungen. Rieslinge, Weiß- und Spätburgunder stehen als Sinnbild für Weine aus der Nordpfalz. An den "Kalksteinfels" Weinen nehmen auch jüngere Weinberge aus den Großen Gewächslagen "Kirschgarten" und "Steinbuckel" teil.

Vom Quarzsand: Die Weine entstammen dem Laumersheimer Kapellenberg, der einzigen Lage in Laumersheim, die in Ostwest-Richtung zieht und nicht auf Kalk und Lößlehm aufgebaut ist. Der Kapellenberg ist eine prähistorische Sandbank. Der Rhein und die Urstromtäler lagerten hier über Jahrtausende Sand und Kies an. In dieser Lage mit ihrem kreideweißen feinen Sand stehen ausschließlich Rieslinge. Die Weine sind in höchstem Maß elegant, feinfruchtig und leichter als die Rieslinge vom Kalkstein. Der Name Kapellenberg ist zurückzuführen auf die Heilig-Kreuz-Kapelle, die zur Erinnerung an das im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Dorf Berghaselbach errichtet wurde.

Alte Reben: Die 1962 gepflanzten Rebstöcke stehen auf einem feinen Lößboden, der im Untergrund von Kalksteinadern durchzogen ist. In vielen Abschnitten dieses Rebenhangs sind Lößwände, die oftmals über 15 Meter Stärke haben. Löß ist eiszeitlicher Abrieb, oder Staub, der nach dem Abschmelzen des Eispanzers und der Gletscher übriggeblieben ist und auf die Hänge des Rheintals aufgeweht wurde. Dieser Löß ist mit feinstem mineralischem Sediment durchzogen und ergibt sehr kraftvolle, saftige und fruchtbetonte Rieslinge sowie gehaltvolle Burgunder.

Böden

siehe Lagen

Bewirtschaftung

Spitzenweine können nur im Einklang mit der Natur entstehen, daher werden alle Weinberge nach den Prinzipien des naturnahen Weinbaus kontrolliert umweltschonend bewirtschaftet. Dazu gehören der Verzicht auf Insektizide und Herbizide sowie die Förderung der Artenvielfalt. Die Versorgung mit Nährstoffen erfolgt vorwiegend mit Biokompost und speziellen Wintereinsaaten zur Erhaltung und Stärkung der Pflanzen. Ein gesunder Boden ist die Voraussetzung für eine gute Versorgung der Pflanzen und die natürliche Ausreifung der Trauben.

Mitgliedschaften

VDP Pfalz, Philipp Kuhn war der erste Winzer aus dem seit 2003 laufenden Spitzentalenteprogramm, der als Vollmitglied in den VDP aufgenommen wurde.

Sorten

60% weiße Rebsorten, 40% rote Rebsorten.

Bei den Weißweinen dominiert eindeutig Riesling mit 28%, gefolgt von Weißburgunder (18%), Sauvignon blanc (7%), Chardonnay (4%), Grauburgunder, etwas Viognier und Gewürztraminer. Der Ausbau erfolgt hier im Edelstahl, im großen Holzfaß und teilweise auch im Barrique.

Der Schwerpunkt beim Rotwein liegt auf Spätburgunder (Rebflächenanteil 22%), ergänzt durch etwas Cabernet Sauvignon und Merlot mit je 5 %. Desweiteren gibt es Sankt Laurent, Frühburgunder, Sangiovese und Blaufränkisch. Alle Rotweine haben mehr oder weniger intensiv Holzkontakt, die Topcuvées liegen mindestens 20 Monate in neuen Barriques.

Alle Weine werden trocken ausgebaut, nur in besonders dafür geeigneten Jahren werden kleine Mengen Süßweine hergestellt. Speziell bei den Rotweinen legt Phillip Kuhn großen Wert auf lange Haltbarkeit, mindestens zwei Jahre Reifezeit sollten Sie den Rotweinen gönnen.

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