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Reva

REVA Logo in Weiß - Vorderansicht
Hersteller: Miroslav Lekeš
Ort: Monforte d'Alba
Land - Gebiet: Italien - Piemont
Adresse: REVA SARL LOC. SAN SEBASTIANO 68 IT-12065 MONFORTE D'ALBA (CN)

Neue Weingüter komplett ohne Vorgeschichte werden selten gegründet, nicht nur im Piemont, sondern in allen stark gefragten Weinbaugebieten. Die passenden Gebäude zu finden ist die kleinste Herausforderung, bei der Rebfläche wird es kompliziert. Und meist sehr teuer, Cru Lagen im Piemont kosten pro Hektar mehrere Millionen Euro, speziell in DOCG Barolo. Wenn überhaupt Rebfläche auf den Markt gelangt, dann ohne Annoncen wie beim Hauskauf. Wer kaufen möchte, muß sein Ohr ganz nah am Markt haben. Plus exzellente Kontakte und viel Geld.

Bei der Gründung von Réva paßte alles zusammen. Der Besitzer Miroslav Lekeš, ein Unternehmer aus Tschechien, ist mit Immobilien wohlhabend geworden, er liebt gutes Essen und guten Wein. Zusammen mit zwei dynamischen jungen „Wilden“, den regional verhafteten Önologen Gianluca Colombo und Daniele Gaia, der für die Vermarktung zuständig war, wurde das Weingut im Jahr 2012 aus der Taufe gehoben. Der Name Réva bedeutet auf tschechisch (Wein) Rebe oder Ranke.
Ergänzt wurde das Trio von einem kleinen Team. Es gibt jegliche Freiheit bei den Entscheidungen, Einfluß vom Inhaber soll es keinen geben. Das nennt man Vertrauen, jedoch ist der Druck erfolgreich zu sein, bestimmt sehr ausgeprägt.
Das Weingut entstand in Teilen aus der Konkursmasse einer anderen Kellerei in Monforte d'Alba. Das Ziel: Eines der führenden Weingüter der Region zu werden.

Erfolg, den hatte Réva aus dem Stand heraus. Und qualitativ sehr schnell Anschluß an die piemontesische Weinoberliga.
Vermutlich werden die großen und alteingesessenen Mitbewerber dieses Weingut sehr genau beobachten und auch wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung. Erste Proben der Jahrgänge 2017, 2018 und vor allem 2019 deuteten auf ganz hervorragende Qualitäten hin.

Die Trauben für die Cruweine kamen aus den Filetstücken der Toplagen Cannubi, Ravera und Lazzarito.
Réva verfügt über gut 40 Hektar Rebfläche, davon sind aktuell 23 Hektar mit Reben bepflanzt, verteilt auf sechs unterschiedlichen Terroirs im Langhe Barolo und Langhe Alta. Fleißig werden neue Reben gesetzt, im Jahr 2020 waren es 14 Hektar.
Die Verarbeitung der Trauben und Weine läuft ohne Überraschung ab. Hochwertigste Fässer aus Österreich von Stockinger, Amphoren von Tava, eine hochmoderne Füllstraße, temperierte Lager, natürlich auch viel Edelstahl, der für eine saubere Vinifizierung unerläßlich ist.
Einzig die laut DOCG Statuten vorgeschriebene Lagerzeit wird ein wenig anders gehandhabt. Die Barolo werden vergleichsweise früh gefüllt und reifen dann auf der Flasche, bis die Mindestlagerzeit von 38 Monaten erreicht ist. Üblich ist es, den Wein solange im Faß reifen zu lassen. Beides hat seine Vorzüge, die „Methode Réva“ liefert sehr überzeugende Ergebnisse.

Die Pflege der Reben und Produktion von Wein orientieren sich an biologischen und biodynamischen Grundsätzen, der Schutz der natürlichen Artenvielfalt, die Auswahl der Rebklone nach Standort und eine ganzheitliche Arbeitsweise bestimmen die Arbeit.
Es werden die neuesten önologischen Technologien eingesetzt, um den Charakter jeden Weines bestmöglich bewahren zu können. Daß dieser Ansatz richtig ist, zeigen die großen Erfolge, die das Weingut innerhalb kürzester Zeit nach der Gründung erreichen konnte. Da wird gerne vergeben, daß man beim Thema Weinromantik etwas enttäuscht wird. Die Weinbereitung findet, quadratisch, praktisch gut, in einer Fabrikhalle statt. Diese konnte perfekt für die optimalen Arbeitsabläufe eingerichtet werden, denn Rücksicht auf vorhandene Strukturen mußte nicht genommen werden.

Die Verkostung auf dem Weingut war ein Erlebnis und hinterließ einen prägenden Eindruck. Zu Beginn gab es Dolcetto, gefolgt von den Nebbiolo und Barbera. Bereits zu diesem Zeitpunkt waren wir fasziniert von den Weinen.
Mit dem Basis Barolo ging es weiter, um dann von den großartigen Crus vollständig in den Bann gezogen zu werden.
Während der Verkostung kamen längst vergessen geglaubte Erinnerungen zum Vorschein, Proben mit Weinen auf Spitzenbetrieben und deren Weinen, die meinen Sinn und Geschmack für die hochklassigen Weine dauerhaft geprägt haben.

Unter dem Namen Réva gibt es zusätzlich ein Resort südlich von Monforte d’Alba mit Zimmern und Restaurant. Der französische Küchenchef Yannick Alléno erkochte sich mit seinem einheimischen Kollegen Paolo Meneguz binnen kürzester Zeit den ersten Stern vom Guide Michelin.
Wer keine Lust auf Hotel hat, es gibt auch Apartments ein paar Kilometer abseits vom Hotel.

Barolo Cru 'Ravera' 3,5 Hektar
Barolo Cru 'Cannubi' 0,3 Hektar
Barolo Cru 'Lazzarito' 1 Hektar
Parzellen in Monforte d'Alba, 3,0 Hektar, für Nebbiolo, Dolcetto, Barbera, Sauvignon blanc + gris 
Parzellen in Roddino, 15 Hektar, für Nebbiolo, Barbera, Pinot Noir, Sauvignon blanc
Parzelle in Grinzane Cavour, 0,35 Hektar, Nebbiolo

biologisch

Nebbiolo, Dolcetto d'Alba, Barbera d'Alba, Pinot Noir, Sauvignon Gris, Sauvignon Blanc

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