Las Pedreras Viñedos y Vinos
Land - Gebiet: Spanien - Ceberos
Adresse: Villanueva de Ávila, CL HERGUIJUELAS, 5, 05114 VILLANUEVA DE AVILA, Spanien
Las Pedreras Viñedos y Vinos ist eines der jüngsten Weingüter Spaniens und ist erst im Jahr 2020 gegründet worden. Es liegt auf etwa 1000 Metern Höhe im Dorf Villanueva de Ávila im Alto Alberche, die Teil der jungen Denominación de origen (D.O.) Cebreros ist und im nördlichen Teil der Sierra de Gredos liegt. Zu Orientierung: Bis Madrid sind es etwa 120 Kilometer Luftlinie Richtung Osten.
Die Sierra de Gredos steigen auf knapp 2600 Metern Höhe an und liegen wie ein Riegel im spanischen Hochland. Sie trennen die Ebenen um Salamanca und Toledo und reichen nach Portugal hinein. An den südöstlichen Ausläufern des Gebirges liegt die D.O. Méntrida und D.O. Vinos de Madrid, der verbindende Faktor für drei Denominacións ist das Potential für ungewöhnlich feine Weine aus der Rebsorte Garnacha Tinto. Die D.O. Cebreros hat sich in den letzten Jahren zu einem Hotspot für junge Weingüter entwickelt, die zum Teil mit großer finanzieller Unterstützung von Investoren aus dem Vollen schöpfen können. Dies treibt die Preise für Rebland nach oben und entsprechend hoch ist (leider) häufig das Preisniveau der wenigen angebotenen Weine.
Das Weingut Las Pedreras Viñedos y Vinos entstand, als sich Bárbara Requejo Frutos und Guzmán Sánchez näher kennen und lieben lernten.
Bárbara kommt Valladolid, ihr Onkel hat in der Ribera del Duero ein Weingut und Bárbara vinifizierte dort einen eigenen Wein. In Valladolid studierte sie Weinbau und über ein Erasmusprogramm ging es anschließend nach Bordeaux zu Château Haut-Brion. Danach reiste sie vier Jahre um die Welt, unter anderem zu Pierre Peters in der Champagne, Peay Vineyards an der Sonoma Coast, Kalifornien und Quartz Reef in Neuseeland, bevor sie 2017 auf dem Weingut Soto-Manrique in Gredos landete. Als technische Leiterin verantwortete sie dort eine breite Palette von klaren, sehr präzisen Garnachas aus den verschiedenen Terroirs des Dörfchens Cebreros.
Dort wurde sie vom immensen Potential der alten Weinberge und der Region verzaubert, zudem gab und gibt es hier die Freiheit, sich über die Weine auszudrücken. Zu dieser Zeit lernte sei Guzmán kennen.
Guzmán wurde in eine Bäckerfamilie hineingeboren und wuchs im Dorf Villanueva de Ávila auf. Er ist ausgebildeter Koch und hat im Restaurant „El Almacén“ in Ávila und „Zalacaín“ in Madrid gearbeitet, bevor er nach Villanueva zurückkehrte, wo er sein kleines, feines Restaurant „La Querencia“ eröffnete. Es gehört zu den besten der Region und ist für seine saisonal geprägte Küche bekannt. Seit der Jahrtausendwende produzierte er kleinere Mengen Wein für den eigenen Verbrauch und für das Restaurant, um die international sortierte Weinkarte zu ergänzen. Seine Reben gingen vollständig in das neu gegründete Weingut über.
Bárbara und Guzmán konnte Parzellen im und um das Dorf herum kaufen, ein Teil der Trauben wird derzeit von Winzern zugekauft, da die Traubenmengen (noch) nicht ausreichen, um wirtschaftlich überleben zu können. Die ersten Weine wurden recht früh abgefüllt, um die laufenden Kosten und Investitionen bezahlen zu können.
Von den etwa 3,2 Hektar biologisch bewirtschafteten Weinbergen in Villanueva de Ávila und den Nachbardörfern Burgohondo und Navatalgordo konnten im ersten Jahr etwa 5000 Flaschen Rot- und Roséwein erzeugt werden.
Die Reben sind sehr alt, im Durchschnitt etwa 70 Jahre, die älteste weit über 100 Jahre. In den nächsten Jahren soll die Produktion langsam gesteigert werden, die Trauben werden dann von neu angelegten Weinbergen kommen. Ziel ist es, in einigen Jahren etwa 30.000 Flaschen im Jahr zu produzieren.
Die Bewirtschaftung ist aufgrund der kleinen Parzellen, die zudem nicht an einem Ort liegen, aufwendig. Kleine Preise sind hier schon alleine deshalb nicht möglich, zu arbeitsintensiv ist die Bewirtschaftung. Dazu kommen die hohen Grundstückspreise.
Der Los Arroyuelos reifte in großen und in kleinen Barricas, so, wie es die Menge an verfügbarem Most erlaubt. Ergänzt wird das kleine Sortiment aktuell vom Rosado (der bisher gleich nach der Ernte ausverkauft ist) sowie den Topweinen Vertiente de Las Ánimas und Pelito Lindo. Von diesen Weinen gibt es zwei bzw. ein Barriquefaß. Das ist absolute Oberklasse mit großer Eleganz und Mineralik. Wir sind sehr gespannt auf die weitere Entwicklung des Weingutes in den kommenden Jahren.
Bárbara kreierte mit dem Barrio Los Arroyuelos einen Wein, den sie sehr genießt. Sie mag es, Terroirs zu mischen, Ziel war es, einen Wein zu haben, der die Energie und Persönlichkeit von Alto Alberche, der Rebsorte und dem Jahrgang zum Ausdruck bringt. Für sie ist der Wein komplex und tief, aber auch lustig und einfach zu genießen. Im Jahrgang 2022 konnten gut 12000 Flaschen erzeugt werden, deutlich mehr als in den beiden Jahren vorher. Im Jahr 2022 wurde mit dem Anpflanzen von neuen Reben begonnen, um die Produktionsmenge weiter zu erhöhen.
Die beiden Topweine sollen das jeweilige Terroir 1:1 widerspiegeln. Auch wenn sie aus den gleichen Dörfern kamen, sind die Unterschiede der einzelnen Parzellen enorm groß. Höhe, Boden und Ausrichtung der Parzelle führen zu völlig unterschiedlichen Weinen.
Die D.O. Cebreros ist eine der jüngsten D.O. in Spanien, erst im Jahr 2017 erfolgte die Klassifizierung, den Namen hat sie von der gleichnamigen Gemeinde im Nordosten der D.O. Es dürfen Rot-, Rosé- und Weißweine erzeugt werden. Die zugelassenen Rebsorten sind Garnacha Tinta (Anteil 95%) sowie Garnacha Tintorera (Alicante Henri Bouchet) und Tempranillo, Weißweine werden zu 100% aus der alten Rebsorte Albillo Real erzeugt.
Die D.O. liegt nordwestlich der beiden angrenzenden D.O. Vinos de Madrid und Méntrida, gemeinsam repräsentieren sie die Weinregion Sierra de Gredos in der Provinz Ávila.
Die Reben stehen an den Hängen der der Sierra de Gredos, die im Norden zum Flußtal des Alberche und im Süden zum Tal des Tiétar hin abfallen. Die insgesamt knapp 2000 Hektar Reben stehen in einer Höhe von 500 bis fast 2000 Metern auf mageren Granit - und Schieferverwitterungsböden, das Rebalter ist mit durchschnittlich 60 - 70 Jahren hoch.
Kalte, schneereiche Winter und warme, trockene Sommer prägen das Klima und außer Reben will hier keine andere Pflanzenkultur gedeihen. Die Erträge sind klein und aufgrund der klimatischen Vorgaben sowie des Rebalters ist es fast schon ein Kinderspiel, 6000 kg beziehungsweise 42 Hektoliter je Hektar nicht zu überschreiten. Die Herausforderung liegt eher in zu geringen Erträgen.
Die Reblaus hinterließ nur wenige massakrierte Weinberge, zu extrem waren die Lebensbedingungen für das Insekt. Dennoch spielte der Weinbau lange Zeit nur eine Nebenrolle, erst in den 1970er Jahren setzte ein sanfter Aufschwung ein der sich in den letzten 15 Jahren zu einem wahren Hype entwickelte. Wer genügend Geld besaß, kaufte auf Deubel komm raus Rebfläche zu zum Teil wahnwitzigen Preisen. Das macht es einer neuen Generation von Winzerinnen und Winzern nicht unbedingt einfacher, Fuß zu fassen. Dennoch tragen deren neue Ideen dazu bei, daß sich die junge D. O. positiv weiterentwickelt und neue Reben gesetzt werden.
Produkte von Las Pedreras Viñedos y Vinos
2022 Vertiente de las Animas Las Pedreras Viñedos y Vinos
Inhalt: 0.75 Liter (52,00 € / 1 Liter)
2023 Linarejos Las Pedreras Viñedos y Vinos
Inhalt: 0.75 Liter (34,53 € / 1 Liter)
2021 Pelito Lindo Las Pedreras Viñedos y Vinos
Inhalt: 0.75 Liter (92,00 € / 1 Liter)
2023 Barrio Los Arroyuelos Las Pedreras Viñedos y Vinos
Inhalt: 0.75 Liter (22,53 € / 1 Liter)
2021 Vertiente de las Animas Las Pedreras Viñedos y Vinos
Inhalt: 0.75 Liter (52,00 € / 1 Liter)