Domaine Dujac
Ort: Morey Saint Denis
Land - Gebiet: Frankreich - Côte d'Or, Burgund
Adresse: 7, rue de la Bussière F-21220 Morey St. Denis
Die Domaine Dujac gehört zu den renommiertesten Betrieben in Burgund. Sie wurde 1968 vom damals 25-jährigen Jacques Seysses gegründet, der Weingutsname Dujac ist ein Wortspiel mit seinem Vornamen (du Jacques). Zuvor, in den Jahren 1966 und 1967, lernte er bei der Domaine de la Pousse d'Or das Handwerk.
Die Domaine Dujac entstand aus der in Morey-Saint-Denis liegenden Domaine Marcel Graillet inklusive 4,5 Hektar Rebfläche. Die Weine von Graillet kamen als Faßware auf den Markt, einen Kundenstamm gab es nicht und so begann die Geschichte der Domaine Dujac bei null. Der erste in Flaschen abgefüllte Jahrgang war 1969, die ersten Kunden waren überwiegend Restaurants, die Jacques durch die Vermittlung seines Vaters als Kunden gewinnen konnte.
Der war ein wohlhabender Keksbäcker, zudem ein echter Feinschmecker und nicht nur mit den besten Köchen Frankreichs bekannt, sondern auch mit zahlreichen der besten Winzer seiner Zeit. Jacques hatte daher schon früh Kontakt zu Weingütern und in dieser Zeit entstand seine Liebe zum Wein. 1973 heiratete er Rosalind, die schnell ein wichtiges Mitglied im Team des Weingutes wurde.
In den folgenden Jahren wuchs die Rebfläche langsam aber stetig. Es kamen Parzellen in Echézeaux, Bonnes Mares Chambertin, Romanée St. Vivant und Vosne-Romanée 1er Cru Malconsorts dazu. Später konnten sechs Parzellen im Clos de la Roche mit 1,95 Hektar und zwei Parzellen im Clos Saint-Denis mit 1,45 Hektar gekauft werden. 2005 gelang dem Weingut ein echter Coup. Zusammen mit dem Château de Puligny-Montrachet wurde die Domaine Charles Thomas mit Lagen in Romanée-Saint-Vivant, Chambertin, Vosne-Romanée, Les Beaumonts und einem Teil von Vosne-Romanée Les Malconsorts gekauft. Zur Finanzierung, die Weinberge in Burgund gehören zu den teuersten der Welt, wurden einige Parzellen direkt nach dem Kauf wieder veräußert.
Die Reben von Dujac sind fast alle über 45 Jahre alt und wurden weitgehend aus altem Rebmaterial mit sehr kleinbeerigen Trauben vermehrt.
Jacques ist immer noch am täglichen Geschäft beteiligt, obwohl er 1999 die Geschäfte an seine Söhne Jeremy und Alec übergab, Jeremys Frau Diana ist ebenfalls aktiv dabei.
Bis 1999 wurden alle Weine der Domaine aus ganzen Trauben gepreßt und ausschließlich neues Holz für den Ausbau verwendet. Seit 1999 wird ein Teil der Trauben entrappt, der Weinstil hat sich dadurch erheblich verändert. Der Ausbau im Holzfaß ist geblieben, aber nur noch die Grand Cru Lagenweine kommen in 100% neues Holz.
Die Premier Cru Weine werden zu 60 bis 80% im neuen Holz ausgebaut, die Village Weine zu etwa 40%. Die Weine liegen in der Regel ein Jahr im Faß auf der Feinhefe. Ab 2001 erfolgte testweise für ein Drittel der Domaine die Umstellung auf naturnahen Anbau, 2003 auf biodynamische Landwirtschaft. Die Ergebnisse überzeugten, so daß bis 2008 das gesamte Weingut darauf umgestellt wurde. Herbizide werden seitdem nicht mehr eingesetzt, der Ertrag sank auf durchschnittlich 35 hl/Hektar.
Die Domaine Dujac hat aktuell eine Rebfläche von knapp 16 Hektar. Unter dem Label Dujac Fils & Père werden Weine aus zugekauften Trauben vermarktet.
Wie bei den meisten Erzeugern gab es auch bei der Domaine Dujac im Jahr 2023 großzügige Erträge bei gleichzeitig überraschend wunderbaren Qualitäten. Die Weine der Domaine Dujac (nicht zu verwechseln mit den Weinen des Handelshauses, Dujac Fils & Père) bieten laut William Kelley, Wine Advocate, eine „ausdrucksstarke Frucht sowie viel Struktur“, mit der er angesichts der Erträge nicht gerechnet hatte.
Für ihn bieten speziell die 2023er Rotweine der Domaine Dujac eine überraschende Fülle und Textur, entsprechend gut sind die Bewertungen ausgefallen. Befürchtungen, die hohen Erträge würden sich bei der Qualität bemerkbar machen, gelten bei den Weinen der Domaine Dujac nicht.
Der Einfluß der biologischen Landwirtschaft, die bei Dujac seit 17 Jahren praktiziert, aber nicht kommuniziert wird, hat sicherlich einen erheblichen Anteil an der großartigen Qualität der Cru Weine. Die Lese begann beim Chardonnay am 1. September in Puligny-Montrachet im 1er Cru Les Folatières, ein paar Tage folgte Pinot Noir. Am 15. September war die Lese bei den Rotweinen beendet.
Sie erfolgte aufgrund der ungewöhnlich heißen Temperaturen am Morgen bis spätestens 13 Uhr, pünktlich zum Dejeuner wurde die Lese beendet. Dazu kam die grüne Lese zur Ertragsreduzierung, die Ganztraubengärung mit etwa 25% entrappter Trauben, die temperaturkontrollierte Gärung sowie der Ausbau in Holzfässern der Tonnellerie Rémond aus Ladoix-Serrigny. Die Maische wurde auf 20° C heruntergekühlt, um das Einsetzten der Gärung zu bremsen. Dank neuer Kühlmöglichkeiten im Keller verliefen Gärung und malolaktische Fermentation langsamer als in den Jahren zuvor.
Villages: Morey-Saint-Denis, Saint-Denis-Blanc, Chambolle Musigny
Premier Crus: Morey-Saint-Denis 1er cru Les Monts-Luisants, Morey-Saint-Denis Denis 1er cru, Vosne-Romanée 1er cru Les Beaux Monts, Chambolle-Musigny 1er-Cru Les Gruenchers Vosne-Romanée 1er Cru Aux Malconsorts, Gevrey-Chambertin 1er Cru Les Combottes
Grand Crus: Clos de la Roche, Clos Saint Denis, Charmes-Chambertin, Echézeaux, Bonnes-Mares, Chambertin, Romanée-Saint-Vivant.
naturnah
Chardonnay, Pinot Noir
Produkte von Domaine Dujac
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2023 Clos Saint Denis Grand Cru Domaine Dujac
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2018 Clos Saint Denis Grand Cru Domaine Dujac
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2018 Vosne Romanée 1er Cru Les Beaux Monts Domaine Dujac
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2022 Clos Saint Denis Grand Cru Domaine Dujac
Inhalt: 0.75 Liter (1.056,00 € / 1 Liter)
2022 Clos de la Roche Grand Cru Domaine Dujac
Inhalt: 0.75 Liter (1.056,00 € / 1 Liter)
2022 Vosne Romanée 1er Cru aux Malconsorts Domaine Dujac
Inhalt: 0.75 Liter (865,33 € / 1 Liter)
2021 Clos de la Roche Grand Cru Domaine Dujac
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2021 Clos Saint Denis Grand Cru Domaine Dujac
Inhalt: 0.75 Liter (1.186,67 € / 1 Liter)