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Bessin Tremblay

Bessin Tremblay
Bessin-Tremblay Logo in Grün auf hellem Hintergrund - Vorderansicht
Ort: Chablis
Land - Gebiet: Frankreich - Bourgogne
Adresse: 18 rue de Chitry F-89800 CHABLIS

Bessin-Tremblay, ehemals Domaine Bessin, gehört seit dem Jahr 2020 zu unseren Lieferanten aus Chablis. Zeitgleich mit der Domaine Moreau Naudet gelang es uns, gleich zwei großartige Erzeuger, die bis dahin nicht oder nur wenig auf dem deutschen Markt vertreten waren, für eine Zusammenarbeit zu gewinnen.
Bis es soweit war, vergingen Monate intensiver Recherche. Interessante Erzeuger zu finden ist nicht so schwer, sie zu kontaktieren und die Weine verkosten ist das tägliche Geschäft. Aber am Ende bleiben immer nur wenige Weingüter übrig, bei denen alles zusammen paßt. Nicht nur in Chablis.

Bei der Domaine Moreau Naudet und der Domaine Bessin, zwei Toperzeuger, mit denen wir am wenigsten gerechnet hatten, paßte letztendlich alles. Und dies, obwohl sie nur über begrenzte Kapazitäten verfügen. Aber beiden Weingütern war ein Teil des französischen Marktes mit der Schließung der Gastronomie wegen Covid19 weggebrochen.
Beide Weingüter praktizieren die naturnahe Bewirtschaftung und eine klassische Weinbereitung. Es sind seit Jahren hoch bewertete Produzenten, die zur winzigen Gruppe von derzeit etwa sechs Spitzenerzeugern gehören.
William Kelly, der für den Wine Advocate den Norden Burgunds beackert, zählt das Weingut zu „Chablis's top half-dozen domaines“ wie etwa Raveneau, Bessin oder Dauvissat.
Kein Wegweiser an der Straße, kein Schild am Gebäude. Bessin-Tremblay ist nicht einfach zu finden, aber mit Hilfe des Navis klappt es dann doch. Hier wird totales Understatement praktiziert, da sind nicht nur die fehlenden Wegweiser, es gibt auch keinen Verkostungsraum. Verkostet wird im kleinen Faßkeller, der (wenige) Verkauf ab Hof läuft ohne schicken Empfangsraum. Dafür werden Gläser von Zalto gereicht und es geht ab in den Keller.
Wer unvorbereitet und zufällig auf dieses Weingut kommt, würde im Traum nicht daran denken, eines der besten Weingüter Burgunds zu besuchen. Die Weine sprechen für sich, Bessins halten sich im Hintergrund und lassen die Weine sprechen. Was hier auf die Flasche kommt, zählt unverändert zu den besten Weinen, die Sie in Burgund und ganz Frankreichs kaufen können.
Bessin Tremblay zählt zu den besten Betrieben in Chablis. Antoîne Bessin, unterstützt von seinem Bruder Romain im Büro und Vertrieb, ist einer der wenigen Meisterwinzer:innen im Chablis. Unterstützung gibt es von den Eltern Evelyn und Jean Claude.
William Kelly, der für den Wine Advocate den Norden Burgunds beackert, schrieb: „Jean-Claude Bessin has officially retired, handing over the reins to his son Romain, and what was formerly Domaine Jean-Claude Bessin has been rechristened Domaine Bessin-Tremblay—Romain's mother, source of many of the domaine's vineyards, being a Tremblay.
The name may have changed, but quality at this 12-hectare domaine in La Chapelle Vaupelteigne remains just as impressive. As I've written several times, this estate really deserves to be talked about more, as it belongs among Chablis's top half-dozen domaines."
Wie bei großen Chablis üblich, benötigen die Weine mindestens zwei Jahre Flaschenreife, um ihre volle Schönheit entfalten zu können, das Reifepotential beträgt bereits bei der Basis locker 10 Jahre. Die Weine bieten alles, was man bei einem großartigen Chablis sucht.
Evelyn Tremblay und Jean Claude Bessin übernahmen das Weingut vor über 30 Jahren. Der Ursprung der Domaine reicht zurück in die 1880er Jahre, als Evelyns Urgroßeltern mit den ersten Weinen aus dem heutigen Premier Cru La Fourchaume startete. Evelyn ist mit Wein aufgewachsen, Jean Claude ist diplomierter Architekt, hatte aber zu Beginn der 1990er Jahre eine Sinnkrise und wandte sich dem Wein zu. Präzises Arbeiten ist auch beim Wein unabdingbar. Evelyn besuchte ab 1992 die Ecole des Vins de Beaune, um sich zum Thema Önologie fortzubilden. Zeitgleich kümmerte sich Jean-Claude darum, das Weingut seiner Schwiegereltern und die Reben auf Vordermann zu bringen.
Bereits 1992 kam der erste selbsterzeugte Jahrgang in den Keller. Die Resultate waren sehr ermutigend, aber bis zum Durchbruch dauerte es noch viele Jahre. Unbeirrt setzten die Evelyn und Jean Claude die Arbeit fort, die Weine gewannen von Jahr zu Jahr an Qualität. Von Beginn an kam die Lagencharakteristik klar zum Vorschein, quasi blind konnte (und kann) man die einzelnen Weine erkennen. 1996 folgte der Verzicht auf Herbizide und Fungizide, seitdem werden Methoden des biologischen Weinbaus („Lutte Raisonée“) angewendet. Dazu gehören Pheromonfallen, der vorsichtige Einsatz von Kupfer und Schwefel und die von der Eidgenössische landwirtschaftliche Forschungsanstalt für Pflanzenbau bei Nyon entwickelten Maßnahmen zum Pflanzenschutz.
Im Jahr 2017 nahm mit Romain Bessin die nächste, sechste Generation die Arbeit auf. Er führte seit 2021 den Betrieb eigenverantwortlich weiter und die Qualität legte noch einmal etwas zu. Kurze Zeit später kam Antoîne dazu, wie seine Eltern ein Quereinsteiger, er arbeitet viele Jahre als Chemiker und hatte genug von seinem Laborjob.
12,3 Hektar Reben hat die Domaine Bessin derzeit (Stand 2023), die einzelnen Lagen sind weiter unten aufgeführt. Die Lese erfolgt stets von Hand, gekeltert werden ganze Trauben sanft in einer pneumatischen Presse, die Mostgärung erfolgt ausschließlich spontan in Holzfässern und temperaturkontrolliert in kleineren Edelstahltanks. Alle Weine durchlaufen die malolaktische Fermentation. Nach Abschluß der Gärung bleiben die jungen Weine acht bis zwölf Monate auf der Feinhefe liegen, vor der Abfüllung gibt es eine leichte Filtration.

Alle Crus haben einen Anteil von maximal 10% neuem Holz, womit der intensivere Charakter der Weine bedingt erklärt werden kann. Ausschlaggebend ist das zum Teil beachtliche Alter der Reben, der größte Teil wurde Mitte der 1950er bis in die 1970er Jahre gesetzt. Eine Ausnahme bildet der 1er Cru Fourchaume La Pièce Au Comte, die Reben wurden hier bereits seit 1934 gesetzt, vier Jahre vor der Gründung der Appellation Contrôlée Chablis. Die Pflanzdichte beträgt 6000 bis 8000 Stöcke/Hektar.

Mit dem Jahrgang 2024 setzte sich die klimatische Unsicherheit bei den burgundischen Weingütern fort, besonders hart getroffen wurde die Appellation Chablis. Zahlreiche Parzellen erlebte knackig kalte Frostnächte im April, am 1. Mai sorgten Hagelkörner in der Größe von Tischtennisbällen in sehr begrenzten Bereichen für weitere massive Schäden.
Bereits zu diesem Zeitpunkt war klar, daß es zu Ertragsminderungen führen würde. Etwa 400 der betroffenen 1000 Hektar erlitten über 80% Verluste. Besonders hart traf es vier der sieben Grand Cru Lagen: Valmur, Vaudésir, Moutonne und Preuses.
Einige Gemeinden wurden von beiden Naturereignissen heimgesucht, zusätzlich gab es Überschwemmungen und Dauerregen. Neben den Reben in La Chapelle-Vaupelteigne, dem Sitz von Bessin-Tremblay, wurden auch die Reben der Gemeinden Fontenay-près-Chablis und Villy sehr stark geschädigt. Generell ist weniger Wein verfügbar, die Verluste konnten auch nicht durch die vom Frost verschont gebliebenen Parzellen ausgeglichen werden.
Von allen negativen Schlagzeilen unbeeindruckt blieb das Qualitätsniveau. Zahlreiche Weine wurden nicht hergestellt, da die verfügbare Menge an Trauben nicht ausreichte und somit wurden nur die Trauben verarbeitet, die eine hohe Qualität aufwiesen. Die Stilistik ist gewohnt frisch und klar, mit feiner Mineralik und mit toller Struktur.
Bessin Tremblay litt leider heftig unter den Wetterunbilden, einige Weine konnten nicht hergestellt werden. Zum Ausgleich gab es Zuteilungen beim Grand Cru Valmur, Chablis Vieilles Vignes, 1er Cru Fôret und Pièce au Comte aus dem sehr guten Jahrgang 2023.

Der Jahrgang 2023 war nach 2022 ein weiterer mit sehr hohen Qualitäten bei gleichzeitig guten Quantitäten. Wir konnten im Januar 2025 die fast fertigen Weine vor Ort verkosten, der Jahrgang 2023 hat die Leichtigkeit von 2022 und die Würze von 2020 oder 2019, steht aber für sich aufgrund der wunderbaren Kombination von Frische, Finesse und Struktur. Und das beginnt bereits beim Chablis, der locker in der Liga der Chablis Villages mithalten kann.
Die folgenden drei Weine, der 2023 Chablis Vieilles Vignes, 2023 Chablis 1er Cru La Fôret und 2023 Chablis 1er Cru 'Fourchaume La Piéce au Comte' werden erst im kommenden Jahr auf den Markt kommen. Da es im Frühjahr 2024 massiven Frost und enorme Verluste bei der Lesemenge gab (minus 80%), möchte die Familie Bessin die fehlende Menge mit diesen drei Weinen ausgleichen. 
Angesichts der Tatsache, daß junge Chablis zwar große Freude bereiten, jedoch erst nach vier, fünf Jahren Reifezeit zur vollen Schönheit erblühen, läßt sich die Wartezeit gut mit reiferen Weinen überbrücken.

2022 war nach 2020 und 2021 endlich ein Jahrgang zum Entspannen in der nordburgundischen Appellation Chablis. Es gab keine harten Winterfröste, keine Spätfröste im April oder Mai und regelmäßige Niederschläge kombiniert mit fast perfekten Temperaturen. Abgesehen von einigen heißen Wochen im Juli und August.
Der Reifeverlauf war optimal, die Qualität von Trauben und Beeren war hoch bis sehr hoch. Und nach dem harten Jahrgang 2021 gab es endlich wieder normale Quantitäten, ähnlich wie im südlichen Burgund und in der Champagne. 
Die Weine bieten unverändert ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, speziell im Vergleich zu den Chardonnays aus der Côtes de Nuits.

Im November 2021 erfolgte eine Umfirmierung der Domaine Bessin in Bessin Tremblay. Jean-Claude hat sich schweren Herzens aus gesundheitlichen Gründen aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen, seine Frau Evelyn Tremblay wird in Zukunft zusammen mit ihrem Söhnen Romain und Antoîne das Weingut leiten.
Der Jahrgang 2021 wird in die Geschichtsbücher eingehen. Frost in der Region Chablis ist nicht ungewöhnlich, dadurch hervorgerufen Ernteeinbußen sind bekannt, aber selten erwischte es das Weinbaugebiet an den Ufern des Flüßchens Serein so hart.
Nachtfrost mit bis zu -3°C vom 5. bis 8. April sorgte für schwere Schäden an den jungen Trieben, die Reben konnte diese durch Neuaustrieb nicht oder nur zum Teil kompensieren. Dies führte zu dramatisch reduzierten Erträgen bis hin zu Totalausfällen. Auf der Domaine Bessin-Tremblay gab es nur 50% der normalen Mengen beim Chablis Villages, 1er Cru Fourchaume und Grand Cru Valmur. Lediglich 25% der normalen Menge konnten im 1er Cru Montmains und La Fôret gelesen werden. Ein Glücksfall war für die Familie Bessin, daß die Parzellen zum Teil weit voneinander liegen und damit nicht „en bloc“ betroffen waren.
Die Einbußen sind bitter, für das Weingut ebenso wie für Chablisfans. Positiv hervorzuheben ist jedoch die gewohnt sehr hohe Qualität der Weine. Die unbeschädigten Gescheine entwickelten sich mit etwas Verzögerung, aber ohne weitere Probleme. Der harmonische Witterungsverlauf bis in den Herbst hinein sorgte für reife Trauben.
Die Weine aus 2021 haben durchweg eine sehr klassische Stilistik, mit moderatem Alkohol und großer Spannung sowie ausgeprägter Mineralik. Das sind genau die Eigenschaften, für die Chablis seit Jahrzehnten steht. Der Jahrgang 2021 kommt somit dem Weingut entgegen, sucht es doch bei den Weinen die perfekte Kombination aus Säure, Substanz und Finesse, um die für Chablis so typische Spannung zu erhalten. Dies ist ihnen auch im extrem schwierigen Jahrgang 2021 perfekt gelungen. Er schließt nahtlos an die exzellenten Jahrgängen ab 2016 an.
Neben dem großen handwerklichen Können und einem Quentchen Glück in diesem ungewöhnlichen Jahr gibt es noch einen anderen Grund für die großartige Typizität: Die lange Reifezeit auf der Feinhefe. Bis zu 18 Monate liegen die Weine im Edelstahltank oder Holzfaß, womit klar ist, daß es sich bei den Weinen eher um Spät- als Frühstarter handelt.

Der Jahrgang 2020 ist einer mit klassischer Prägung. Vergleichbar mit 2018, ähnlich früh mit dem Knospenaufbruch und Blüte, bis die starken Frösten im Frühjahr leider für eine Reduzierung der Erträge führten. Zum Glück war es nicht so dramatisch wie im Jahrgang 2021, als die Domaine von ungewöhnlich heftigem Frost erwischt wurde. In einigen Parzellen gab es Totalausfälle, nur in wenigen gab es keine oder nur wenige Schäden. Die Ertragsminderung beträgt über 50%. Die Quanitäten im Jahrgang 2020 sind etwas kleiner, die Qualitäten sind herausragend. Im Oktober 2021 waren wir vor Ort und konnten die Weine direkt vom Faß verkosten. Das war natürlich nur eine Momentaufnahme und jeweils auch immer nur ein Faß, aber es gab für uns keine Zweifel, das der Jahrgang nahtlos an das sehr hohe Niveau von 2019 und 2018 anschließt. Wir setzten anschließend sehr beruhigt die Reise nach Beaune fort.


Das Weinbaugebiet Chablis (sprich: scha·blii) benannt nach dem Städtchen am Ufer des Serein, liegt etwa auf halber Strecke zwischen Paris und Beaune. Die Reben stehen auf mehr oder weniger steilen Hängen entlang des Flusses und der kleinen Seitentäler und ziehen sich teilweise hoch bis auf die Kuppen.
Der Weinbau gelangte während der römischen Zeit in die Region, ein richtiger Aufschwung kam mit den Zisterziensermönchen der Abbaye Pontigny, die ab dem 12. Jahrhundert planmäßig Reben setzten. Bereits im 15. Jahrhundert waren die Weine aus Chablis dank der Nähe zu Paris fester Bestandteil der königlichen Tafeln. Über die Flüsse Yonne und Seine war der Transport ein Kinderspiel und die Rebfläche wuchs stetig, im 19. Jahrhundert war die Region um Chablis mit 38000 Hektar Reben eine der produktivsten Weinregionen Frankreichs. 1938 wurden die Weine aus Chablis als eine der ersten Frankreichs (den Beginn machte 1935 Châteauneuf-du-Pape) mit einer eigenen Herkunftsbezeichnung, bis 2009 Appellation d’Origine Contrôlée, heute Appellation d’Origine Protegée, geschützt.

Nach der Reblauskrise und den beiden Weltkriegen war Chablis vinologisch nahezu am Ende. Die dauerhafte Gefahr von Spätfrösten und Hagel sorgten für deutliche Ertragsreduzierungen, viele Betriebe stellten auf den weniger aufwendigen Anbau von anderen Produkten oder Viehzucht um. Anfang der 1950er Jahre gab es weniger als 550 Hektar Reben.
In den 1960er Jahr begann der stetige Wiederaufstieg, bessere Geräte für die Bewirtschaftung und der effektivere Schutz gegen die bis heute gefürchteten Frühjahrsfröste sorgten für steigende Qualitäten und Quantitäten. Um Frostschäden zu minimieren wird heute verbreitet Wasser auf die Reben gesprüht, das bei Minusgraden gefriert und die Knospen schützt. Seltener werden Wärmequellen in den Reben verteilt. Stand 2025 gab es etwa 5866 Hektar bestockter Rebfläche (Jahr 2023), etwa 300 Hektar mehr als 2017.

Was macht Chablis so besonders?
Mehrere Faktoren sind entscheidend. Auf kalte Winter und einen regenreichen Mai folgen trockene, teils sehr heiße Sommer. Dazu kommt der „Unterbau“, Böden und Gesteine bestehen überwiegend aus fossilreichem Muschelkalk aus dem Erdzeitalter des Jura. Versteinerte Muscheln findet man schnell bei einem Spaziergang durch die Parzellen. Häufig, vermischt mit Lehm, Ton und Mergel, abhängig von der Parzelle und Höhenlage variieren die Bestandteile erheblich. Hier fühlt sich Chardonnay wohl, der hohe Anteil an Kalk bietet beste Voraussetzungen um Weine mit großartiger Klarheit und feinster Mineralik hervorzubringen.
Parallelen zur südlichen Champagne sind nicht zufällig, die Böden der Côte de Bar basieren auf der gleichen geologischen Formation.

Chablis verfügt über vier Appellationen, für die ausschließlich Chardonnay verwendet werden darf: Petit-Chablis, Chablis, Chablis Premier Cru und Chablis Grand Cru. Wie überall in Burgund können bestimmte Lagen auf den Flaschen erwähnt werden, wenn sie als Premier Cru oder Grand Cru klassifiziert sind. Aktuell gibt es 40 Premier Crus und sieben Grand Crus, zusammen stehen sie für 14,5% des Produktionsvolumens. 65% der Weine kommen als Chablis AC auf den Markt, etwa 20% als Petit Chablis. Die Hektarhöchsterträge liegt bei 45 Hektolitern/Hektar für die Grand Crus und 50 Hektolitern/Hektar für die drei übrigen.

Neben Chardonnay dürfen die Rebsorten Aligoté, César, Gamay, Melon de Bourgogne, Pinot Noir, Pinot Blanc, Pinot Gris, Sauvignon Blanc, Sacy und Tressot angebaut werden. Sie können als Bourgogne AC oder IGP auf den Markt kommen, spielen jedoch nur eine bescheidene Rolle. Es gibt 364 Weingüter (2023) und eine Genossenschaft, die 25% der Menge erzeugt.  67% der Produktion gehen in den Export, nach Deutschland sind es etwa 4%. Der Rest bleibt in Frankreich.
Chablis hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt. Das allgemeine Qualitätsniveau legte deutlich zu. Es gibt immer mehr Bioweingüter und eine kleine Spitzengruppe von aktuell einem halben Dutzend Erzeugern, die das Niveau für die Zukunft vorgeben. Mit dabei sind die Domaine Moreau-Naudet und Bessin-Tremblay.

  • Chablis, 1,2 Hektar überwiegend junge Reben aus 1996 und 2001, erneuert 2012
  • Chablis Vieille Vignes, 4 Hektar, zwischen 1950 und 1974 gesetzt. 1996, 2001 und 2012 gab es partiell neue Rebstöcke.
  • 1er Cru Montmains, 1,28 Hektar mit älteren Reben aus 1968 und 1974
  • 1er Cru La Forêt, 1,54 Hektar, die Reben wurden von 1967 bis 1974 gesetzt
  • 1er Cru Fourchaume, 1,15 Hektar, die ersten Reben kamen 1959 in die Erde, die letzten 1971
  • 1er Cru Fourchaume La Pièce Au Comte, 1 Hektar mit sehr alten Reben aus dem Jahr 1934
  • Grand Cru Valmur, 2,08 Hektar, 1947, 1962 bis 1974 und von 1995 bis 2000 lauten die Pflanzjahre

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