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Domaine Lorenzon

Domaine Lorenzon
Lorenzo Logo in Schwarz - Vorderansicht
Hersteller: Bruno Lorenzon
Ort: Mercurey
Land - Gebiet: Frankreich - Bourgogne
Adresse: 14 Rue du Réu, 71640 Mercurey

Der Ausnahmewinzer Bruno Lorenzon mischt seit vielen Jahren munter die althergebrachten Strukturen Burgunds durcheinander und spielt in der Topliga der französischen Winzer an vorderster Stelle mit. 
Seit dem Jahrgang 2016 sind die Weine von Bruno Lorenzon fester Bestandteil des Sortiments vom Wein Direktimport. Sie faszinierten uns vom ersten Augenblick an und diese Faszination hat bis heute nicht nachgelassen.
Nahezu bei jeder Probe kam früher oder später der Gedanke, daß eine Steigerung nicht möglich sein wird. Aber dennoch gibt es sie, sie erfolgt nicht in Riesenschritten, dafür ist das Niveau schon seit vielen Jahren sehr hoch, sondern immer in kleinen Schritten, den petit pas.

Die Weine werden noch etwas feiner, harmonischer und subtiler. Auch Bruno Lorenzon meinte immer wieder, noch besser würde die Qualität nicht werden, um dann im nächsten Jahrgang doch noch ein wenig nachzulegen.
Kleine Jahrgangsschwankungen gibt es bei Bruno Lorenzon nur bei der Stilistik, nicht in der Qualität. Mit präzisen geplanten Arbeiten im Weinberg und Keller minimiert er das Risiko auf nahe Null. Was einfach klingt sorgt für einen enormen Arbeitseinsatz vor allem in den Reben, hier entsteht das Fundament für die späteren Topweine. Für Bruno machen großartige Trauben 90% der Arbeit aus. Diese werden mit minimalen Eingriffen und größtmöglichem Verständnis erzeugt, denn im Keller läßt sich nicht ausgleichen, was im Weinberg versäumt wurde.
Er arbeitet klassisch im Geiste des 19. Jahrhunderts, so, wie es Generationen vor ihm gemacht haben.

Für einen gewissenhaften und mit großer Leidenschaft arbeitenden Winzer ist dieser Aufwand die logische Folge seines Strebens nach Perfektion. Mit seinen Weinen versucht er nicht, einen Jahrgang an den nächsten zu reihen, sondern er ist immer auf der Suche nach dem Wein, den er nie wieder reproduzieren kann.
Jeder Jahrgang ist einzigartig, auch wenn immer versucht wird, Parallelen zu ziehen. Selbstverständlich gibt es Ähnlichkeiten, aber sehr selten Duplizität.

Der „Traubenmagier“ ist ein Perfektionist in dritter Generation. Nichts bleibt dem Zufall überlassen, sofern steuerbar. Womit wir beim Wetter wären, daß ihm in den Jahrgängen 2020 und 2021 erhebliche Kopfschmerzen bereitete. Spätfröste schädigte viele Rebstöcke und sorgten, wie auch in anderen Regionen Burgunds, für teilweise brutale und existenzbedrohende Mengenreduktionen.
Als Trost blieb, daß ihm mit 2020 und 2021 zwei mengenmäßig kleine, aber dennoch großartige Jahrgänge gelungen sind. Die große Finesse, welche die Weine von Bruno auszeichnet, konnte er im Jahrgang 2020 besonders schön herausarbeiten und in 2021 auf die Spitze treiben. Nicht nur für uns sind diese Weine eine „class of its own“, die getrost als „Lorenzon Klasse“ bezeichnet werden darf. Wir hatten im Oktober 2021 die Möglichkeit, die 2020er Weine auf dem Weingut verkosten zu dürfen. Gefüllt war zu diesem Zeitpunkt keiner der Weine, die Probe erfolgte direkt per Heber aus dem Faß. Auffällig waren die unglaubliche Eleganz und Präsenz, die alle Weine kennzeichnete.
Das gleiche Erlebnis hatten wir im Herbst 2022 mit dem Jahrgang 2021 und im November 2023 mit den 22er Weinen. Im Januar 2025 durften wir die noch im Faß schlummernden Weine des Jahrgangs 2023 verkosten. Es war eine pure Freude und der Höhepunkt einer sechstägigen Frankreichtour.

Egal ob weiß oder rot, schwerelos, fast ätherisch gehen die Aromen in die Nase, fein und subtil breiteten sich die Weine nach dem ersten Schluck am Gaumen aus. Dabei bleiben die Weine intensiv und dicht, aber nie mächtig oder schwer.

Der Jahrgang 2024 war für Bruno und sein Team ein ebenso anspruchsvoller wie aufregender, letztendlich ein „Spiegelbild des Geistes, der mein Team und mich jeden Tag antreibt“ wie Bruno schreibt.
Das oft unberechenbare Wetter erforderte ständige Aufmerksamkeit um die Gesundheit der Weinberge und Reben bestmöglich zu schützen. Dank sorgfältiger, engmaschiger Überwachung und einer sehr präzisen Planung konnten die Behandlungen der Reben deutlich reduziert werden.
Dadurch werden nicht nur die Umwelt und Reben geschont, sondern auch der Arbeitsaufwand so klein wie möglich gehalten.
Die Qualität war im Jahrgang 2024 exzellent und Lohn harter Arbeit, die Erträge lagen auf dem normalen, kleinen Niveau, das immer deutlich unter den erlaubten Mengen liegt.

Der Jahrgang 2023 brachte nach 2022 einen weiteren Jahrgang mit größerer Traubenmenge. Wobei Menge bei Lorenzon relativ ist, über 30 Hl/ha geht es nie. Die klimatischen Bedingungen waren 2023 nicht optimal, Dank gewohnt penibler Arbeit im Weinberg war die Traubenqualität sehr hoch und das Qualitätsniveau der Weine ist exzellent.

Der Jahrgang 2022 sorgte endlich, wie bei zahlreichen anderen Winzern, für Entspannung. Die Natur war großzügig, Austrieb, Blüte, Fruchtansatz, alles wie aus dem Bilderbuch. Selbstverständlich wurden die zukünftigen Mengen bereits am Rebstock gekürzt, Bruno blieb seiner Devis der peniblen Auswahl treu. Dennoch gibt es im Jahrgang 2022, nach den beiden quantitativ eher schlanken Erträgen in 2020 & 2021, ausreichend Wein.
Wir konnten den Jahrgang 2022 am 7. November 2023 auf dem Weingut verkosten. Alle Weine lagen noch im Faß. Das Fazit vorweg: Eine sensationelle Kollektion. Auffällig ist die fast schon opulente Frucht und gleichzeitig sehr elegante, aber druckvolle Struktur. Egal ob bei Weiß- oder Rotwein, es sind perfekte Weine, lesen Sie die Bewertungen.
Bei Lorenzon gibt es keine kleinen Weine. So wie bei seinem Freund Hubert Lamy, bei dem wir einen Tag später verkosten durften.

William Kelley, Wine Advocate, schrieb im August 2022 folgende Zeilen, die wir teilen und die Beachtung finden sollten: „Last year, I wrote that the 2019 vintage might turn out to be the best of Bruno Lorenzon's career to date. Tasting those wines from my cellar, I see no reason to revise that claim—with the sole exception that his 2020 vintage seems liable to be even better!
Lorenzon hadn't yet bottled the 2020s when I visited this spring, and I can understand why: serious, concentrated and tightly wound, they're chiseled, intense wines that are as intellectual as they are sensual. Indeed, my sole concern about this immensely good portfolio is that it might not receive the time it deserves and needs to show all its cards; consumers are in the habit of waiting at least a few years before approaching the Côte d'Or's grander wines, but the wines of the Côte Chalonnaise are seldom accorded the same respect.
Having followed Lorenzon's wines for the better part of a decade, however, I know exactly what these 2020s will deliver with time. Indeed, I am convinced that there are very few estates in the Côte d'Or operating on Lorenzon's level today, and the quality of these nascent 2020s only confirms my view that this is one of the best addresses in contemporary Burgundy. Everything reviewed here is worth a special effort to seek out, but please exercise a little patience!“

Im Frühjahr 2018 besuchten wir die Domaine Lorenzon zum ersten Mal. Wir ahnten wir nicht im Ansatz, was uns erwarten würde. Das Weingut ist ein für Burgund typisches Gebäude, mit Kies im Hof und lavendelblau gestrichenen Fensterläden. Nach kurzer Wartezeit ging es durch das kleine Büro direkt in den Faßkeller. Soweit, so normal. 
Danach folgten ein paar Stufen aufwärts und wir standen in einem Operationssaal für die Weinbereitung. Blitzsauber vom Boden bis zur Decke, geflieste Böden und Wände, ein großer Schaltschrank für die Temperatursteuerung der Tanks. Jedes Werkzeug hat seinen festen Platz, ergänzt von viel Licht und einem Panoramaphoto von Mercurey. Alles ist auf einen perfekten Arbeitsablauf ausgerichtet. 
Jetzt war klar, hier ticken die Uhren etwas anders als erwartet. Dann begann Bruno Lorenzon zu erzählen wie er arbeitet, worauf er achtet und welche Vorstellung er von seinen Weinen hat. Kurzum, er hat einen sehr präzisen Plan und eine sehr genaue Vorstellung wie sich die Weine präsentieren sollen. Daß sich das Weingut in Mercurey befindet, etwas abseits von den gefragten Regionen: So what!

Brunos Weine sprechen eine klare Sprache und sind wahre Kunststücke. Was er vom Weinberg in die Flasche zaubert ist exzellent und gehört zum Besten, was es in Burgund zu kaufen gibt. 
Egal ob Chardonnay oder Pinot Noir.
Nachdem wir zwei Tage vorher die teuersten Weine der Côte d’Or und Côte de Beaune verkostet hatten gab es bei ihm keine langen Gesichter. Ganz im Gegenteil, das Qualitätsniveau ist sehr, sehr hoch. Und kann locker mit denen der nördlicheren Bereiche Burgunds mithalten. Ausdrücklich auch mit Weinen aus dem Grand Cru Bereich!
Alleine für diese Entdeckung lohnte sich der viertägige Ausflug ins Burgund.
Bruno Lorenzons Weine vereinen große Eleganz mit kraftvoller Tiefe, sie sind anregend, finessenreich, unglaublich präzise und klar.

Die Weißweine haben eine pikante Säure und teils anregende Phenolik, die Rotweine großartige, feine Tanine und eine saftige Frucht. Alle Weine bieten eine sehr gute bis grandiose Komplexität.

Mercurey liegt ein wenig abseits der vinologischen Hauptroute Burgunds, der Name leitet sich vom römischen Gott Mercurius ab (vergleichbar mit dem griechischen Gott Hermes) und nicht weit entfernt schlängelte sich einst ein Ableger der Via Agrippa von Lyon nach Metz und weiter nach Köln.
Mit über 600 Hektar ist die gleichnamige AOC die zweitgrößten Appellation Burgunds und liefert in der Regel konventionelle Rotweine. Für Weißweine ist dieses Fleckchen Erde eher weniger bekannt.
Was für ein Glücksfall  daß es Winzer wie Bruno Lorenzon gibt. Er beschränkt sich bei den Mercureys auf den Kern der AOC, auf die besten Lagen direkt in der Gemeinde. Ein sanft ansteigender Talkessel, perfekt nach Süden ausgerichtet, mit idealem Mikroklima.
Seit über 40 Jahren werden die Reben naturnah, aber mittlerweile wieder ohne Zertifizierung, bewirtschaftet. Mit einem Arbeitsaufwand von 750 Stunden pro Hektar Reben liegt das Weingut beim dreifachen des in Burgund üblichen Zeitaufwandes. Das Weingut ist nicht nur deshalb ein Exot in Mercurey, denn nur selten werden hier die Reben naturnah bewirtschaftet. 
Mehr braucht es nach Meinung von Bruno nicht, um die Produktion von hochwertigen weißen und roten Burgundern zu ermöglichen, nach denen man sich die Finger leckt. Das alleine reicht selbstverständlich nicht aus. Dazu kommt die ungewöhnlich dichte Pflanzung der Reben, bis zu 20.000 Stöcke/Hektar im Clos du Champs. Wir haben zweimal nachgefragt, denn diese Zahl ist wirklich ungewöhnlich hoch.

Der Boden ähnelt mit seinem hohen Kalkgehalt und Beschaffenheit jenen der Toplagen der Côte d’Or. Die Reben werden deutlich höher erzogen als üblich, um ihnen eine größere Fläche zur Photosynthese zu geben, Laub wird nur vorsichtig entfernt um die Gefahr von Sonnenbrand auf den Beeren zu minimieren. Entrappt wird je nach Jahrgang gar nicht, ein wenig oder total. Mit größter Sorgfalt und unter strikter Temperaturkontrolle erfolgt die Vinifizierung.

Es gibt etwas über 10 Hektar Rebfläche, davon 4 Hektar in Montigny, die Bruno der Familie seiner Frau in den letzten Jahren abgekauft hat. Selbstverständlich nur die besten Lagen mit zum Teil altem Rebbestand. Alles ist mit Chardonnay bestockt, der sich auf den mageren Kalksteinverwitterungs- und Kreideböden außerordentlich wohl fühlt. Der Ausbau erfolgt wie bei den übrigen Weinen im Barrique- oder Halbstückfaß, es kommen maximal 15% neue Fässer zum Einsatz.

Das alles reicht für etwa 50000 Flaschen pro Jahr. Es gibt keine „Grüne Lese“, dennoch sind die Erträge gering, sie variieren je nach Jahr zwischen 30 und 35 Hl/ha. Damit unterbietet Bruno deutlich die erlaubten Höchsterträge bis 45 hl/ha. Selbstverständlich kommt stets nur die Handlese in Frage, gesammelt werden die Trauben in 6 Kilo Kistchen, um die Beeren nicht zu beschädigen. Darauf folgt die Ganztraubenpressung bei den Weißweinen bzw. knapp drei Wochen Maischestandzeit bei den Rotweinen.

Es ist schon fast überflüssig zu erwähnen, daß spontan vergoren wird, es keine Chaptalisierung, keine Säuerung des Mostes und keine Pumpen gibt. Ebenso verzichtet Bruno auf das Toasting bei den nach seinen Wünschen gefertigten Barriquefässern. Alle Weine kommen ins Barrique. Diese werden nicht nur aus burgundischen Hölzern, sondern auch aus Moseleiche hergestellt. Bruno geht es ausschließlich um die Qualität des Holzes, nicht um die Herkunft. Es gibt nur minimale Schwefelgaben direkt vor der Flaschenfüllung.

William Kelly, der für den Wine Advocate in Burgund unterwegs ist, gab für das Jahr 2018 großartige Kommentare. Juni 2020: „As I wrote last year, Bruno Lorenzon's exceptional wines continue to expand the parameters of the possible in the Côte Chalonnaise, shattering the glass ceiling that's typically imposed upon the wines of Mercurey; and he has fully realized all the potential of the 2018 vintage. The 2018 whites are a touch more demonstrative than the more tightly wound 2017s, and the reds more muscular; as Lorenzon puts it, he embraced the vintage rather than fighting it. But as the accompanying tasting notes attest, the results are spectacular.“
Bereits 2019 schrieb er: (Die Weine sind) „von atemberaubender Reinheit, die sich durch ihre schwerelose Konzentration auszeichnen“ und stellen zusammen mit einem Weingut aus Rully aktuell die Qualitätsspitze der Region dar.

Acht Hektar Rebfläche, verteilt auf

- Mercurey Villages Le Chapître, Premier Cru Les Croichots, Premier Cru Clos de Barraults, Premier Cru Champs Martin

- Montagny Premier Cru Les Truffières

naturnah

Je 50% Chardonnay und Pinot Noir, der Ertrag beträgt 30 - 35 hl/ha

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2024 Mercurey Rouge 1er Cru 'Les Champs Martin' Domaine Lorenzon

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Rotwein
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2024 Mercurey Rouge 'CARLINE' 1er Cru Clos des Champs Martin Domaine Lorenzon

Regulärer Preis: 80,00 €

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Rotwein
2024 Mercurey Rouge 1er Cru 'Pièce 13' Rotweinflasche - Vorderansicht

2024 Mercurey Rouge 1er Cru 'Pièce 13' Domaine Lorenzon

Regulärer Preis: 119,00 €

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2024 Mercurey Blanc 1er Cru 'Les Champs Martin' Weißweinflasche - Vorderansicht

2024 Mercurey Blanc 1er Cru 'Les Champs Martin' Domaine Lorenzon

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2024 Mercurey Blanc 1er Cru 'Pièce 15' Weißwein von Domaine Lorenzon - Vorderansicht

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